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06
Jul

2018

DatenschutzGrundVerordnung (DSGVO)

Datenschutz

Wie bereits mittlerweile zu allen Firmen wohl durchgedrungen ist, haben sich wieder ein paar „kluge“ Köpfe der EU zusammengesetzt und neue Datenschutzrichtlinien entwickelt, die in der Anwendung nur mit entsprechendem Aufwand umzusetzen sind. Dabei sind es gerade die mittelständischen und kleinen Unternehmen die unsere Wirtschaft in Deutschland tragen – und die nun durch die Umsetzung dieser neuen behördlichen Auflagen überbeansprucht werden. Große Unternehmen mit Ihren eigenen Rechtsabteilungen, für die diese neuen Richtlinien entwickelt wurden, lachen sich darüber schlapp.

Datenschutz im Internet?
Das Internet ist mittlerweile so gläsern, das es so gut wie keinen Datenschutz gibt. IP-Adressen werden übermittelt, so dass Standorte bestimmt werden können, Kaufverhalten analysiert und jeder Internetprovider weiß Bescheid, auf welchen Seiten wir uns im Netz einwählen. Zudem geben viele Nutzer im Endeffekt über Soziale Netzwerke, Foren oder Bewertungsportale selbst sehr viele Informationen von sich preis.

Die neuen Richtlinien der DSGVO
Die behördlichen Auflagen gelten für jede Internetseite und verpflichten den Betreiber die Besucher im Detail darüber aufzuklären welche Daten wieso erhoben werden, ob Cookies verwendet oder Tools von Drittanbietern auf der Seite genutzt werden – was mindestens die Übertragung der IP-Adresse zu eben diesen Diensten bedeutet. Diese Informationen sowie die Rechte die man bezüglich seiner eigenen persönlichen Daten hat müssen dem Besucher in der „Datenschutzerklärung“ in leicht verständlicher Form mitgeteilt werden.

Datenschutzerklärung
Die Datenschutzerklärung ist bereits seit Anfang 2016 Pflicht auf jeder Webseite. Vor der DSGVO war das meiste bereits im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geregelt und der Verbraucher hinreichend geschützt. Nicht selten sind die Datenschutzerklärungen seit der DSGVO auf das drei bis vierfache des vorherigen Umfangs angewachsen. Diese mehrseitige „Text-Wand“ wird sicherlich nicht mehr Leute dazu animieren sich die Informationen durchzulesen. Das ganze wird vermutlich genauso laufen wie bei den AGB die wir alle lesen bevor wir Im Internet beim Online-Shop unserer Wahl etwas bestellen.

Rechtliche Unsicherheit aufgrund ungenauer Formulierungen
Juristen debattieren aktuell noch wie verschiedene Passagen der DSGVO im Alltag genau umzusetzen sind. Es wird vermutlich bald zu etlichen Streitfällen vor Gericht kommen deren Klärung in letzter Instanz dann beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) liegt. Es dürften vermutlich Jahre ins Land gehen bis mit den ersten Urteilsprüchen zu rechnen ist.

Ein Musterbeispiel für eine dieser strittigen Passagen findet sich in Artikel 6 der DSGVO welcher
Unternehmen die Verarbeitung von personenbezogenen Daten gestattet, wenn dies "zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich ist". Welche Art Interessen jedoch berechtigt sind und welche nicht wird hier mit keinem Wort erklärt.

Unser Fazit: Auch wenn die neuen Datenschutzrichtlinien für den ein oder anderen nicht zu begreifen sind, empfehlen wir Ihnen Ihre Datenschutzbestimmungen im Internet mit allen dazugehörigen Bereichen auf dem aktuellen Stand zu halten. Ansonsten drohen Abmahnungen mit empfindlichen Strafzahlungen.