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22
Dez

2016

Sicherer Umgang mit E-Mail- Eingängen und Schutz vor Viren und Trojanern

Datenschutz, Sicherheit im Netz

Die Spam-Flut im E-Mail-Postfach ebbt nie ab. Tagtäglich erreicht uns eine Vielzahl von E-Mails die wir nicht wirklich bekommen wollen. Besonders in den letzten Wochen vor Weihnachten kommen zahlreiche E-Mails mit sogenannten Schnäppchenangeboten, Versicherungen und sonstigem Spam-Müll, den wir nie bestellt haben. Und wie es manchmal so kommt, lassen wir uns von Inhalten einlullen, von der Betreffzeile blenden oder erkennen nicht, dass die E-Mail nur scheinbar von unserer Bank kommt oder die vermeintliche Bewerbung auch nicht echt ist. Nur ein Klick auf einen Link oder auf den E-Mail-Anhang und schon könnte unser Rechner mit einem Virus oder Trojaner infiziert werden. Wichtige Daten und Dokumente werden zerstört, ausspioniert oder gar verschlüsselt um „Lösegeld“ von uns zu erpressen. Was kann ich dagegen tun, wie kann ich mich schützen?

Virusprogramm immer aktuell halten
Virenprogramme schützen nicht sicher vor den neuesten Viren und Trojanern – und doch sind diese Programme ein Basisschutz für Ihren E-Mailverkehr. Hat sich eine infizierte E-Mail mal im Netz verbreitet, so besteht immer die Möglichkeit, dass sich diese Mail über Wochen, ja sogar Monate durch eine Vielzahl von Rechnern im Internet verbreitet – und auch Sie per E-Mail noch nach Monaten erreicht. In der Regel sind bereits wenige Tage nach Bekanntwerden der infizierte E-Mails, die Sicherheitsprogramme gegen aktuelle Schadmails gewappnet und auf dem aktuellen Stand. Deshalb ist es sehr sinnvoll die Virenprogramme immer mit einem automatischen Update auf dem neusten Stand zu halten. Eine gute Grundlage um einen Großteil der Schadmails abzufangen, bevor diese im Postfach landen.

E-Mails vor dem Öffnen eines Anhangs genau prüfen
Beim Öffnen eines Anhangs ist immer große Vorsicht geboten. In fast allen Dateiformaten lässt sich Schadcode verstecken, der Ihren Rechner nach dem Öffnen mit Schadsoftware infizieren kann. Word, Excel, ZIP-Dateien, Bildanhänge, PDF-Dateien, .ppt, .scr, .vbs und vor allem .exe-Dateien - sogenannte ausführende Programme, sind immer mit Vorsicht zu genießen. Werden Sie sich bewusst, ob Sie E-Mails mit Anhängen von Geschäftspartnern oder Freunden erwarten, bevor Sie den Anhang öffnen. Mittlerweile gibt es E-Mails die so gut gefälscht sind, das es tatsächlich so ausschaut, als kommt die Mail von meiner Bank, einem seriösen Unternehmen oder vom Telefonanbieter. Hier ist immer Vorsicht geboten. Prüfen Sie die E-Mail auf eine persönliche korrekte Anrede mit Ihrem Namen, besteht überhaupt ein Geschäftsverhältnis mit dem Unternehmen vom dem die E-Mail angeblich kommt? Sind früher schon Rechnungen per E-Mail von dieser Firma gekommen oder haben Sie kürzlich tatsächlich eine Bestellung getätigt? Fragen Sie im Zweifel telefonisch nach – benutzen Sie hier aber nur Ihnen bekannte Rufnummern oder die Angaben auf der offiziellen Webseite des Unternehmens. Die in der E-Mail angegebenen Kontaktdaten können falsch sein. Klicken Sie nicht ohne weiteres auf einen Link in der E-Mail der Sie vermeintlich auf die entsprechende Seite führt – dies kann unter Umständen eine Seite sein, die einen versteckten Trojaner beinhaltet, versucht Ihren Rechner mit Schadsoftware zu infiziert oder eine gefälschte Anmeldeseite um Ihre Zugangsdaten zum Online-Banking oder z.B. zu PayPal zu erhalten.

Lassen Sie sich nicht vom Absendernamen täuschen
Jede E-Mail kann gefälscht werden. Besonders der Absendername und die dahinterstehende E-Mail-Adresse sind kein Indiz dafür, dass diese E-Mail auch vom entsprechenden Absender stammt, der Ihnen bekannt ist.

Es ist natürlich ein erheblicher Arbeitsaufwand jede E-Mail genau zu prüfen, aber der Aufwand lohnt sich. Sie können dadurch Ihre Daten auf dem Rechner schützen. Zudem sollten Sie regelmäßig Ihre Daten auf einem vom Rechner unabhängigen Datenträger sichern, so sind Sie immer gut aufgestellt, falls es wirklich zu einem Befall Ihres Rechners durch Schadsoftware kommt. Uns ist wohl allen Bewusst, dass wir Menschen sind und es eine 100prozentige Sicherheit nicht gibt. Wer jedoch vorrausschauend mit seinen E-Mails umgeht und wichtige Grundregeln beachtet kann sich besser dagegen schützen.